Kaninchenstall selber bauen

Beim Kaninchenstall selber bauen gibt es, wie beim Kaninchenstall kaufen, einiges zu beachten.

 

Einen Kaninchenstall selber bauen, erfordert etwas mehr Arbeit als einen zu kaufen, jedoch hast du auch den Vorteil, deinen Kaninchenstall, nach deinen Wünschen zu bauen und jeden wichtigen Faktor, sowie jeden Zusatzfaktor mit einzubauen.

 

Worauf du achten solltest, erkläre ich dir anhand meines Kaninchenstalls.

Wenn du dich also dazu entschieden hast, ein Kaninchenstall selber zu bauen, ist diese Seite genau richtig. Wenn du noch rätselst, dann empfehle ich dir meinen Artikel „Kaninchenstall kaufen“ zu lesen, da du dort auch erfährst, wo und wie du eine guten Kaninchenstall bekommst und vieles mehr. (Mehr dazu...)

Momentan ist der Bau eines neuen Kaninchenstalls in Planung.

Mein eigener Kaninchenstall

Ich wollte damals meinen Kaninchenstall selber bauen, da mir die meisten Kaninchenställe die man kaufen konnte, entweder viel viel zu teuer waren oder nicht die Voraussetzungen erfüllten, die ich mindestens für meine Kaninchen haben wollte. Ich habe nämlich früher schon Wert darauf gelegt, dass es meinen Kaninchen gut geht und sie sich wohl fühlen.

 

Worauf solltest du beim selber bauen achten, und wie sieht es bei meinem Kaninchenstall aus.

Ich bitte dich, dass du dich bemühst so viele Voraussetzungen wie nur möglich zu beachten. Ich denke, dass sich ein positives Verhalten der Kaninchen, aus der guten Haltung entwickelt.

 

Die Größe des Kaninchenstalls ist meiner Meinung nach das wichtigste überhaupt. Denn ist diese nicht gegeben, sind die Kaninchen eingeengt, können sich nicht frei bewegen, sich nicht strecken und recken. Dies wird dir sicher jeder Kaninchenbesitzer sagen, dem seine Kaninchen am Herzen liegen.

 

Mir waren, wie oben erwähnt, die meisten Kaninchenställe viel zu klein für meine Kaninchen.

 

Anfangs habe ich mich damit zufrieden gegeben, weil meine Zwergkaninchen auch noch nicht ausgewachsen waren. In der Zwischenzeit habe ich dann mit meinem Vater, der handwerklich sehr begabt ist, einen eigenen Kaninchenstall gebaut. Dieser ist größer als die meisten Kaninchenställe, die sich im normalen Preis-, Leistungsverhältnis befinden.

 

Denke daran, dass auch ein großer Kaninchenstall nicht den Freilauf der Kaninchen ersetzt.

Zum Thema Freilaufgehege.

 

Bei der Größenwahl, die du für dein Kaninchenstall triffst, solltest du beachten, dass noch einige Sachen rein müssen, wie ein Napf zum fressen und einer zum trinken(meine bekommen eine Trinkflasche), eine Heu Raufe, und eine oder mehrere Toilettenecken. Diese nehmen auch Platz weg, die die Bewegungsfreiheit  wieder ein Stück kleiner werden lässt. Manche stellen sogar ein Nagerhaus darein. (Mehr zum Thema Kaninchen Zubhör, klicke hier.)

 

Ich halte von einem Nagerhaus im Stall nichts, weshalb es in meinem Kaninchenstall eine große Dunkel- bzw. Schlafecke gibt.

 

Warum halte ich nicht viel davon?

  1. Zuerst einmal nimmt es viel Platz im Stall weg.
  2. Zweitens ist es nicht ganz dunkel, da diese meist noch Fenster haben.
  3. Zum dritten ist es dort sehr eng. Für zwei Kaninchen gleichzeitig würde ich schon sagen zu  klein.

 

Ob die Kaninchen die Dunkel- bzw. Schlafecke nun wirklich zum schlafen nutzen, bleibt Ihnen überlassen.

 

Das wichtige daran ist, dass Sie einen Rückzugort haben, da Kaninchen Fluchttiere sind.

 

Nun um wieder zur Größe zu kommen und was noch in den Kaninchenstall rein muss.

 

An der hinteren Stallwand haben mein Kaninchen eine Heu Raufe hängen, die jeden Tag mit Heu gefüllt wird. Manchmal sogar zweimal. Heu muss für die Kaninchen ständig zur Verfügung stehen.

 

Vorne am Tor zum öffnen, steht der Futternapf der zweimal am Tag mit einer bestimmten  Menge Kraftfutter gefüllt wird. (nicht zu viel und nicht zu wenig) Frcisches Futter, wie z.B. Möhren sind ebenfalls sehr wichtig und sollten in ihrer Wichtigkeit nicht unterschätzt werden.

 

Einen Napf zum trinken haben meine Kaninchen nicht, sie bekommen eine Kaninchenflasche die von außen am Stall befestigt ist. Natürlich so, dass die Kaninchen gut dran kommen.

 

Warum eine Flasche und kein Trinknapf?

 

       1.       Die Züchterin hatte eine Trinkflasche und ich wollte meine Kaninchen nicht extra um gewöhnen.          

                Zudem würde ein Trinknapf ja auch noch mal Platz weg nehmen und die Flasche nicht, da diese von     

                außen befestigt ist.

 

       2.       Was mir im Nachhinein klar wurde. Meine Kaninchen kippen gerne den Napf um.

 

Beim Futternapf spielt das natürlich keine so große Rolle, zu Not müssen sie ihr Futter vom Boden fressen, selber Schuld:

 

Bei einem Trinknapf, wie sie ihn zusätzlich zur Flasche im Sommer ins Freigehege bekommen, wäre das ganze Wasser im Stall verteilt, da dieser gerne umgeworfen wird. Es wäre alles Nass und sie hätten kein zu trinken mehr.

 

Meine Kaninchen haben 3 Ecken in denen sie gerne Ihr Geschäft verrichten. In eine Ecke passt leider kein Klo rein, diese Ecke muss ich immer aufwendiger sauber machen. In den anderen Ecken steht jeweils eine Kloecke. Meine Kaninchen benutzen die 3. Ecke, in der kein Klo steht, glücklicherweise nur als Notecke, falls die anderen ihnen im Laufe des Tages/Nachts zu voll werden.

Mehr zum Thema Kaninchen Zubehör, klicke hier.

 

Da der Kaninchenstall durch die Dunkelfläche auch in zwei Teile getrennt ist, habe ich zum Glück acht Ecken und nicht nur vier.

 

Die Kaninchen brauchen eine große Fläche, sprich die Breite und Länge sollten gut gewählt sein.

 

Die Höhe ist ebenfalls wichtig, da sich so die Kaninchen recken und strecken können.

 

Die Höhe habe ich so gewählt, dass meine Kaninchen sich so nach oben strecken und diese gerade so berühren.  Dafür müssen sie sich dann aber auch sehr anstrecken und sich wirklich lang machen. Sie ist geschätzt locker einen halben Meter hoch.

 

Der Kaninchenstall steht auf Beinen, warum?

 

Dieser sollte etwas vom Boden ragen.

 

Wäre er direkt auf dem Boden, so verirren sich viel schneller kleine Tiere in den Stall und der Kaninchenstallboden wäre für die Kaninchen wohl möglich zu kalt und die Nässe könnte sich auch dort absetzten.

 

Eine einfache Kaninchenstall Säuberung ist ebenfalls wichtig, um die Regelmäßigkeit bei zu behalten.

 

Ich empfehle, wie es oft auch ist, ein ausziehbares Blech, das direkt über dem Stallboden ist.

 

Wenn du den Stall dann säuberst, kannst du dieses einfach raus ziehen und der meiste „Dreck“ ist schon raus.

 

Auch ich benutze ein extra Blech, dieses ist genau an den Stall angepasst. Der Nachteil beim selbstgebauten Kaninchenstall ist hier, dass man selten bzw. kein perfektes Blech findet, oder diese extra anfertigen lassen muss. Letzteres habe ich gewählt.

Eine Nagertoilette empfielt sich als Zusatz, für eine einfachere Stallsäuberung. (Mehr dazu...)

 

Der Stall sollte schön dicht sein, sodass dort kein Wasser rein kommt wenn es regnet. Sonst schimmelt langfristig noch das Holz.

 

Wenn es regnet sollte das Wasser möglichst gut ablaufen. Es empfiehlt sich ein Dach mit leichter Neigung, damit das Wasser einfach abfließen kann und sich nicht auf dem Dach staut.

 

Bei meinem Kaninchenstall ist das Dach so geneigt, dass das Regenwasser nach hinten abfließen kann.

 

Ein gesundheitlicher Faktor ist die Farbe (die Lackierung) am Kaninchenstall.

Sie sollte den Kaninchenstall zwar schützen, aber keine Gifte oder ähnliches frei setzen, was für die Kaninchen schädlich sein könnte.

Es ist daher sinnvoll, den Kaninchenstall nur außen zu streichen/lackieren, am besten mit einer unschädlichen Farbe, so dass die Kaninchen nicht mit ihrem Mund bzw. Zunge dran kommen.

Dazu sollten sie sich genau die Farbbeschreibung durch lesen und falls es nicht sicher ist, lieber einmal zu viel nach fragen, als einmal zu wenig. (Meine Empfehlung)

 

Eine schöner Zusatzfaktor den du beim Kaninchenstall selber bauen beachten kannst, ist folgender.

 

Ein integriertes Freigehhege.

 

Da  wie oben erwähnt, ein großer Kaninchenstall kann nicht den Freilauf ersetzen, daher ist so ein integriertes Freigehege perfekt.

 

Du musst sie so nicht immer ins Freigehege setzten und sie ständig hoch heben, sondern sie dürfen auch noch selbst entscheiden, wann sie sich lieber im Stall oder im Freigehege aufhalten.

 

An diesen Zusatzfaktor habe ich damals leider nicht gedacht. Mehr zum Thema Freilaufgehege, klicke hier.

 

Meine Überlegung war immer wieder eines dran zu bauen. Nur im Nachhinein eins dran zu bauen ist um einiges komplizierter.

 

Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Voraussetzungen, wenn du einen Kaninchenstall selber bauen möchtest.

 

Deine Kaninchen werden dir es sicher Danken, wenn du diese ein wenig beachtest.

 

Standortwahl und wo steht mein Kaninchenstall

Bevor du dich entscheidest wie du deinen Kaninchenstall selber bauen möchtest, überlege dir auch wo du Ihn hinstellst.

 

Es sollte ein Ort sein der folgende Kriterien erfüllt.                                                                  

 

Der Kaninchenstall sollte vor Wind und Wetter, wie z.B. Regen, geschützt sein. Der Wind kann auch die Richtung ändern. Wenn es alsos stark regnet und der Winkel des Regens sehr stark ist, so besteht die Möglichkeit, dass es rein regnet, das wäre natürlich Fatal.

 

Er sollte im Sommer möglichst NICHT in der prallen Sonne stehen, da sich in Ihm gut die Hitze staut.

 

Möglichst sollte das Sonnenlicht, wenn es 30 Grad Celsius sind, auch nicht genau hinein scheinen, wo sich die Kaninchen, evtl. wenn sie mal nicht raus kommen, aufhalten.

 

Es wäre sinnvoll Ihn mit der Hinterseite an eine Wand zu stellen, so dass er zumindest von einer Seite schon mal richtig gut geschützt ist.

 

Falls das Dach des Kaninchenstall so baust, dass das Wasser nach hinten abläuft, achte auch darauf, dass du ein paar Millimeter oder auch ein paar Zentimeter Platz lässt, damit das Wasser ablaufen kann.

 

Der Kaninchenstall sollte grundsätzlich nicht zu warm und nicht zu kalt sein, trocken, Wind und Regen dicht.

 

Da ich nicht weiß wie viele Kaninchen du halten und pflegen möchtest, normalerweise sollten es auf alle Fäll zwei sein, wegen der Gesellschaft untereinander, noch folgender Tipp.

 

Achte auch darauf, dass in einem Kaninchenstall der für 2-3 Kaninchen gedacht ist, keine 5 und 6 leben müssen, denke an die Bewegungsfreiheit, wie oben beschrieben.

 

 

Mein selbstgebauter Kaninchenstall steht im Winter unter einer Unterdachung, mit der Rückwand an unserer Garagenwand. So ist dieser auf alle Fälle vor Kälte Wind und Wetter geschützt.

 

Da sich im Sommer aber darunter die Hitze staut, steht dieser im Sommer an unserem Gartenhäuschen. Dort ist er vor Wind und Regen ebenfalls gut genug geschützt, aber auch so, dass er dort nicht zu viel in der prallen Sonne steht, wo sich die Hitze staut. Leider knallt auf einem Stück die Sonne drauf, ab und zu, wenn es weit über 30Grad Celsius sind, stelle ich dort mit etwas Abstand einen Sonnenschirm auf. Der Unterschied ist dann deutlich zu merken.

 

Mein Kaninchenstall ist so gebaut, dass ich im Winter je nach kälte noch 1-2 Styroporplatten an der Außenseite anbringen kann. Er ist überwiegend mit einer Plane bedeckt, sodass der Stall auch von innen nicht nass wird.

 

Wichtig die Plane darf nicht rascheln, sonst bekommen die Kaninchen nie Ihre nötige Ruhe.

 


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Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, das alles zu lesen und ich hoffe, dass du dir und deinen Kaninchen damit geholfen hast, ein besseres Leben zu haben.